Dem Guten Raum geben

12.12.2021

Eigentlich wollte ich nichts über Corona schreiben. Schließlich ist es ohnehin schon in aller Munde. Die Medien sind voll davon, Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, für alle ist es fast schon Thema Nummer 1.
Wir sind umgeben von Herausforderungen. Täglich müssen wir uns auf Neues einstellen, Einschränkungen hinnehmen, Ängste verarbeiten und mit Unsicherheiten fertig werden.
Dieses Corona hat erschreckende Ausmaße angenommen, nicht nur global, sondern auch tatsächlich für jeden Einzelnen von uns. Sich diesem Thema zu entziehen, ist nicht mehr möglich.

  • Wenn wir geimpft sind, könnte dennoch ein Impfdurchbruch drohen.
  • Wenn wir nicht geimpft sind, werden wir ausgeschlossen.
  • Lassen wir uns boostern? Oder nicht?
  • Lassen wir unsere Kinder impfen? Oder besser nicht?
  • Droht schon wieder ein Lockdown?
  • 3G, 2G, 2G+, 2G++
  • Masken - am besten FFP2
  • Alpha, Delta, Omikron
  • Erstaunlich, was wir alles gelernt haben…
  • Die Gräben laufen oft durch ganze Familien - Entzweiung droht.
  • Wer hat recht?

Es macht sich Hilflosigkeit und Müdigkeit breit. Es reicht jetzt allmählich, oder?

Ich frage mich, ob das alles wirklich so sein muss. Wie kommt es nur, dass wir auf diesen Zug des Leidens aufspringen? Es gibt doch immer noch auch das Gute. Es kann nicht sein, dass wir das komplett aus den Augen verloren haben. Haben wir nicht, da bin ich sicher! Es hilft oft, die Augen aufzumachen, sich umzuschauen, die Welt wieder wahrzunehmen mit ihren netten Ecken und Kanten. Die Sicherheit, die uns - trotz allem - umgibt, wieder spüren.

Ich will gern ein paar Beispiele nennen für das Gute und Schöne, das jeden Tag da ist:

  • Ein Lächeln, das ich nur an den Augen sehen kann
  • Das herzliche und fröhliche Lachen der Leute, als wir heute unseren Weihnachtsbaum durch die Stadt trugen
  • Der Duft frisch gebackener Kekse
  • Mein Adventskalender
  • Eine unverhoffte Einladung zu Silvester
  • Diese leckere Tasse Tee
  • Das witzige Gespräch im Treppenhaus

Da ist so viel mehr! Diese Freuden des Alltags sind um uns herum vorhanden. Wir sollten uns nicht davon abhalten lassen, sie zu sehen und zu leben. Jeden Tag passieren gute Dinge und helle Momente. Das, was wir bekommen an Freuden und Glücksmomenten, können wir selbst weitergeben; immer wieder und jeden Tag!

Denn: Jemandem eine Freude machen, macht auch uns eine Freude.

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