Fragen zu Hypnose

Was ist Hypnose?

Hypnose (altgriechisch: ὕπνος hypnos ‘Schlaf’) wird heute als wirkungsvolles, flexibles, psychotherapeutisches Verfahren angewendet und anerkannt.  Hypnose ist eine uralte Tradition und so alt wie die Menschheit. Als Hypnose bezeichnet man verschiedene Trancezustände des menschlichen Gehirns. Hypnose ist ein Zustand maximaler körperlicher Entspannung bei gleichzeitiger geistiger Fokussierung.

Was geschieht genau bei der Hypnose?

Die Klienten werden in einen Zustand der Trance geführt. Zur Herbeiführung der Trance werden normalerweise Worte, hin und wieder auch motorische Induktionen, genutzt. Im EEG lassen sich verschiedene Gehirnwellenmuster messen, die mit verschiedenen Fähigkeiten und Potentialen korrelieren. Sehr lange kannte man nur zwei Bewusstseinszustände, nämlich „Wachzustand“ und „Schlaf“. Der als „Trance“ bekannte Zwischenzustand kam erst später dazu. Die Frequenzen und Amplituden der Gehirnwellen eines jeden Menschen wechseln täglich tausende Male, und somit ändern wir auch unseren Zustand. Man kann die Gehirnaktivitäten, in Form von Gehirnwellen, mit Hilfe eines EEG (Elektro-Enzephalogramm) messen:

Hypnose

Der Alphawellenzustand wird normalerweise gemessen, wenn in Trance gearbeitet wird. Sie entsprechen dem Selbstheilungsmodus von Körper und Psyche. Da es im Alphawellenzustand Kontakt zu bewusstem und unbewusstem Denken gibt, wird er in der Hypnosetherapieals optimal angesehen, um neue, unbewusste Ideen ins bewusste Denken zu integrieren. Auch Thetawellen helfen in die Reiche des Unbewussten zu gelangen. Sie entstehen spontan in einer Trance, die mit Alphawellen eingeleitet ist und sich im Prozess vertieft.

Was ist Hypnosetherapie überhaupt?

Hypnosetherapie bedeutet, eigene Ressourcen der Klienten zu mobilisieren in einem Zustand der Trance.

Was ist Trance?

Trance ist ein ganz natürlicher Zustand, den wir normalerweise mehrmals täglich selbst erleben: der Moment zwischen Schlafen und Aufwachen, beim Einschlafen, beim Eintauchen in eine fesselnde Aufgabe, beim Musizieren etc. Es ist ein Gefühl der völligen Entspannung und „Zeitlosigkeit“.

Bin ich in der Hypnose willenlos?

Nein. Unter Hypnose ist niemand willenlos. Die hypnotisierte Person ist immer noch handlungsfähig und kann jederzeit selbst die Hypnose beenden.

Wache ich aus der Hypnose wieder auf?

Ja, in die Hypnose wird man hineingeführt und auch wieder herausgeführt. Anschließend befindet man sich wieder vollkommen im Hier und Jetzt.

Kann jede Person hypnotisiert werden?

Im Prinzip ist jede geistig gesunde Person auch in eine Hypnose zu versetzen. Natürlich muss schon auch der Wille dafür da sein und Veränderung sollte wirklich gewünscht sein.

Wofür soll Hypnosetherapie gut sein?

Hypnosetherapie ist eine Kurzeittherapie, im Schnitt sind 4 bis 10 Sitzungen nötig. Therapeutisch wird der Weg ins Unterbewusste gegangen, was dazu führt, dass das gewünschte Ziel in der Regel schnell erreicht werden kann.

Bei welchen Indikationen kann Hypnosetherapie helfen?

Empirisch belegt sind unter anderem: Ängste und Phobien, Depressionen, Belastungsstörungen, Schlafstörungen, Trauer, innere Unruhe, akute/chronische Schmerzen, Übergewicht, Tabakabusus.

Kann ich lernen, mich selbst zu hypnotisieren?

Ja, wir können uns selbst in Trance versetzen und uns in einen Zustand der tiefen Entspannung führen.

Was ist das Unbewusste?

In der Hypnosetherapie ist das Unbewusste die Gesamtheit aller Inhalte des menschlichen Bewusstseins, welche nicht bewusst und somit nicht direkt zugänglich sind. In der Begrifflichkeit wird nicht zwischen vorbewusst, unbewusst und unterbewusst unterschieden.

Sitzt oder liegt man in der Hypnose?

Das wird unterschiedlich gehandhabt. In meiner Praxis sitzen die Klienten. Viele fühlen sich im Sitzen sicherer, auch kann meiner Meinung nach im Sitzen besser mitgearbeitet werden.

Bin ich ausgeliefert, wenn ich in Hypnose bin?

Nein, niemand ist in Hypnose willenlos. Klienten erzählen nur das, was sie auch wirklich möchten.

Haben Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und andere Entspannungsverfahren etwas mit Hypnose zu tun?

Ja, auch in der positiven Psychologie werden u.a. diese Verfahren angewendet. Ziel ist es, Ressourcen, Kraft und Vertrauen zu aktivieren und damit den Klienten zu helfen. Es geht darum, eine positive Body-Mind-Einheit zu schaffen.

Was macht einen guten Hypnosetherapeuten aus?

Eine gute Hypnoseausbildung ist Voraussetzung für die Anwendung von professioneller Hypnose und für den Erfolg. In jedem Fall hilft auch langjährige Berufserfahrung mit Menschen, die unter seelischen Problemen leiden wie Ängsten, Depressionen. Zusatzausbildungen in weiteren Verfahren sind ebenso von Vorteil wie Empathie und Fingerspitzengefühl. Ressourcenorientiertes Arbeiten, Vertrauen bei den Klienten aufbauen, Hoffnung und Zuversicht vermitteln und vieles mehr sind notwendig, um einen guten Rapport mit den Klienten herzustellen.


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